Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Chemotherapie

Fragen und Antworten zum Thema Chemotherapie

Wie genau schaut dein Behandlungplan aus? Wie sind deine Erfahrungen und hast du Tipps während der Behandlung?

Wie schon im vorangegangenen Beitrag beschrieben, besteht meine Chemo aus insgesamt 16 Sitzungen. 4x alle 3 Wochen EC und 12x wöchentlich Paclitaxel. Neben der klassischen Zytostatika wird mir auch immer Kortison und Kochsalz verabreicht. Gerade das Kortison dämpft die Nebenwirkungen, vor allem während der EC-Sitzungen, relativ gut ein. Zudem habe ich dieses Jahr so gut wie keine Beschwerden mit der Pollenallergie. Wassereinlagerungen oder zugenommen habe ich durch das Kortison nicht. Habt also nicht so viel Angst vor dem Kortison oder besprecht ansonsten gern mit eurem Arzt ob ihr die Dosis ggf. verringern könnt.

Während der EC-Chemositzungen, die immer so 3-4 Stunden gedauert hat, habe ich mir die Zeit meist mit Zeitschriften, Musik und Instagram vertrieben. Unter den PAC-Sitzungen war dies leider nicht mehr möglich. Unter den PAC-Sitzungen habe ich mich nämlich für Kühlhandschuhe entschieden. Die verhindern, dass die Zytostatika sich bis in die Hände verteilt. Dadurch können Nebenwirkungen wie taube Hände und Nagelschädigungen vorgebeugt werden. Viele kühlen deshalb beispielsweise auch während der Sitzung die Füße. Darauf habe ich verzichtet. Die PAC-Sitzungen dauern bei mir mittlerweile auch immerhin nur noch 3 Stunden. Das Kühlen der Hände ist hier aber auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig 😉 Bisher habe ich aber auch immerhin in der Tat keine Probleme mit tauben Händen oder kaputten Nägeln etc.

Generell finde ich die Nebenwirkungen der PAC um einiges erträglicher. Gerade während der EC-Sitzungen hatte ich zum Beispiel enorme Magenprobleme und auch die regelmäßige Übelkeit war alles andere als schön. Während der PAC-Sitzungen habe ich hingegen schon viel mehr auf meine Ernährung geachtet und weniger Magenprobleme gehabt. So kann ich mich „nur“ über leichte Knochenschmerzen und enorme Müdigkeit beschweren und gegen Ende PAC-Sitzungen ließ die Kondition mehr und mehr nach. Man ist einfach aus der Puste und spätestens zu den letzten Chemo-Sitzungen würde ich euch dringend von Sport abraten. Bringt nichts! Schwächt den Körper nur zusätzlich. Also schaltet am besten einfach einen Gang runter und hört auf euren Körper 🙂

Hast du dir für die Chemozeit einen Port legen lassen?

Ein Port ist ein Venenzugang, welchen man sich oberhalb des Schlüsselbeins „einpflanzen“ lassen kann und somit die Infusion erleichtern kann und nicht jedes mal einen Zugang über die Armvene gelegt werden muss. Der Vorteil erschließt sich von selbst. Da auch ich wenig Lust hatte mit meinen jungen 30 Jahren meine Armvenen jetzt schon wie ein wilder Junkie kaputt stechen zu lassen, habe ich mir kurz vor der Chemo einen Port legen lassen. Kurz vor den Chemo-Sitzungen betäube ich diesen immer noch einmal kurz mit einem EMLA-Pflaster und von dem Einstich ist so gut wie gar nichts mehr zu merken 🙂

Wann sind die Haare bei dir ausgefallen? Und fallen wirklich komplett alle Haare aus? Wann hast du dir die Haare abrasiert?

Angefangen hat der Haarausfall ungefähr 3 Wochen nach der ersten Chemo und somit nur wenige Tage nach der 2. Chemositzung. Und dann ging es ruckartig los. Von Tag zu Tag wurden die Haare auf dem Kopf weniger und gerade zu Beginn war der Haarausfall verbunden mit leichten Hitzewallungen, einem brennenden Kopf und manchmal sogar leichten Kopfschmerzen. 3 Wochen später waren die Haare auf dem Kopf dann so gut wie verschwunden.

Und ja, ihr werdet nicht nur die Kopfhaare verlieren. Auch ALLE sonstigen Haare werden sich peu a peu von euch verabschieden. Das ist dann manchmal fast schon ein wenig praktisch. Wer braucht schließlich auch schon Achselhaare? 😀

Da ich wenig Interesse daran hatte ganze Haarbüschel zu verlieren, habe ich mich schon relativ früh dafür entschieden all meine Haare abzurasieren. 2 Wochen nach der Chemo ließ ich mir im Friseursalon alle Haare abrasieren. Am selben Tag entschied ich mich auch für 2 Perücken.

Woher hast du deine beiden Perücken? Hast du eine Echthaar- oder Kunsthaarperücke?

Meine beiden Perücken habe ich von dem a haargenau Studio in Hamburg. Diese beraten ein nicht nur unheimlich gut, sondern haben auch noch eine unglaublich große Auswahl.

Ich habe mich für eine Kunsthaarperücke entschieden so wie für eine Perücke die halb aus Kunst- und halb aus Echthaar ist. Diese haben den Vorteil, dass sie zum einen günstiger sind und zum anderen um einiges pflegeleichter sind. Klar hört sich Echthaar immer toll an, aber hinter einer Echthaaarperücke steckt auch echt viel Pflegeaufwand. Eine Kunsthaarperücke liegt nämlich immer gleich automatisch perfekt wie vom Frisur. Eine Echthaarperücke möchte bzw darf gestylt werden. Das kann Kunsthaar leider nicht. Fön, Glätteisen oder Co. sind tabu. Wer also doch eine individuelle Frisur und verschiedene Stylings hat, der ist dann vielleicht doch besser bei der Echthaarperücke aufgehoben. Zudem hält Echthaar, wenn man es gut pflegt, auch um einiges länger als Kunsthaar.

Die Preise für eine Perücke können von 500€ – 3.000€ variieren. Wenn ihr euch aber ein Rezept von dem Arzt geben lasst, übernimmt die Krankenkasse meist ein Großteil der Kosten.

Wie ist der Alltag mit Perücke? Kann ich mit der Perücke auch Fahrrad fahren oder zum Sport?

Der Alltag mit Perücke ist super easy. Ich war morgens im Bad noch nie so schnell fertig wie jetzt 😀 Gewaschen werden muss die Perücke immer nach ca. 2-3 Wochen. Dann lass ich sie über nachts trocknen und et voila morgens liegen die Haare dann wieder perfekt. Den meisten fällt in der Tat auch nicht auf, dass ich eine Perücke trage. Man wird ab und an vielleicht einmal angesprochen ob man beim Friseur war und kriegt dann meist noch ein Kompliment wie toll die Haare doch liegen. Ich hatte anfänglich auch große Bedenken, aber man gewöhnt sich in der Tat doch relativ schnell an die Perücke.

Und auch wenn der Wind einmal stark weht oder ihr Fahrrad fahrt braucht ihr keine Angst haben, dass die Perücke euch vom Kopf geweht wird! Ich komm aus Hamburg und hatte bisher keine Probleme damit 😉 Und auch den Cabriotest hat die Perücke sogar überstanden 🙂 Nur zum Sport würde ich mit der Perücke nicht gehen. Dies finde ich etwas unhygienisch, da man ja doch relativ leicht schwitzt und die Perücke somit nur unnötig viel waschen müsste. Wenn ichs mal zum Fitness geschafft habe, war ich dort meist mit Cap.

Sind bei dir auch die Augenbrauen und Wimpern ausgefallen?

Das war für mich der schlimmste Part. Die Augenbrauen wurden 3-4 Monate nach der ersten Chemo peu a peu weniger bis es wirklich nur noch ein kleiner Strich war und ich mich nach 4 Monaten für Augenbrauenextensions (hier nachzulesen), sogenannte 3D Brows, entschied.

Bei den Wimpern ging es dann peu a peu 4 Monate nach der ersten Chemo los. Dafür kamen hierfür aber dann so langsam die Kopfhaare wieder 🙂

Gerade in den letzten Chemo-Wochen war dann von Augenbrauen und Wimpern nicht mehr viel zu sehen. Die Augenbrauen zeichnete ich mir immer regelmäßig nach und die Wimpern wurden aufgeklebt. Auf dem rechten Auge konnte ich zum Zeitpunkt der letzten Chemo noch eine Wimper auf dem oberen und eine Wimper auf dem unteren Lid zählen. Mehr war mir nicht geblieben. Auf dem linken Auge hingegen hatte ich glücklicherweise ein paar mehr kämpfende Wimpern 🙂

Wie ich dem Wimpern- und Augenbrauenverlust vorgebeugt habe und welche Beauty-Produkte ich so genutzt habe, werde ich demnächst in einem extra Post vorstellen. Also habt noch ein wenig Geduld 🙂

Wann sind die Haare bei dir wieder nachgewachsen?

Bereits 4 Monate nach der ersten Chemo kamen die ersten Haare so langsam wieder. Damit hatte ich irgendwie noch so überhaupt gar nicht gerechnet und genau das variiert wohl auch bei vielen. So kommen beispielsweise bei vielen die Haare auch erst nach der Chemo wieder.

Da zuerst auch nur ein kleiner weicher Flaum wieder kommt, habe ich mich dazu entschieden diesen nach ein paar Wochen kurz zu rasieren. So kommen die Haare danach wieder härter wieder und alle Haare wachsen auf ein und derselben Länge nach. Und so wurden die Haare und Haare länger und wie ihr auch meinen Bildern hier entnehmen könnt, hatte ich zum Chemo-Ende hin immerhin schon wieder eine richtige Frisur. Ganze 1,5cm lang waren sie zu diesem Zeitpunkt. Mein ganzer Stolz! Pro Monat kann man wohl immer mit ca. 1cm Haarwuchs rechnen. Also mal schauen wie lang sie bis Ende des Jahres sind 😉

Wie ernährst du dich während der Chemozeit?

Die wohl wichtigste Frage überhaupt! Ich bin nämlich der Meinung, dass ein Großteil des Wohlbefindens während der Chemo von der Ernährung abhängt. Ich habe mich bereits vor der Chemotherapie sehr gesund und ausgewogen ernährt, was mir jetzt auf jeden Fall sehr zu Gute kommt. Bei einer guten Ernährung kommt es bei mir darauf an vor allem so gut es geht auf Konservierungsstoffe und Industriezucker zu verzichten. Ganz nach dem Konzept Clean Eating also. Hieran halte ich mich schon seit einigen Jahren und das tut meinem Körper mehr als gut.

Seit dem ich mit der Chemo angefangen habe probiere ich zudem auf eine leicht bekömmliche Nahrung zu achten. Die Chemo schlägt leider enorm auf den Magen und dieser ist während der Zeit überaus empfindlich. Das durfte ich während der Chemo auf jeden Fall auch schon einige Mal feststellen. Leider sind so etwas wie Verstopfung, aber auch Durchfall vollkommen normale Nebenwirkungen. Nebenwirkungen auf die man auf jeden Fall sehr gut verzichten kann. Deshalb gibt es bei mir überwiegend leicht verdauliche Lebensmittel zu Essen und ein paar Tage vor und nach der Chemo versuche ich mich immer komplett vegan zu ernähren. Damit fahre ich auf jeden Fall sehr gut. Viele ernähren sich während der Chemozeit sogar komplett vegan. Dies schaffe ich dann aber leider nicht ganz. So gibt es bei mir neben ganz viel Obst und Gemüse auch auf einmal in der Woche reduziert Fleisch und vor allem aber auch Fisch (wichtige Omega-3-Fettsäuren)!

Was ich zum Beispiel empfehlen kann sind morgens Haferbrei mit Früchten und ansonsten Süßkartoffeln, Reis, Quinoa und und und. Die Möglichkeit an leckeren veganen Alternativen ist auf jeden Fall enorm 😉 Allerdings probiere ich auch den Konsum von Sojaprodukten zu reduzieren, da diese Isoflavone enthalten, die den Wachstum von Brustkrebszellen fördern und stimulieren können. Und wenn wir gerade beim Thema verzichten sind: Seit der Chemo verzichte ich auch komplett auf Alkohol. Kein kleines Bierchen, keine Weinschorle Alkohol ist komplett tabu! Aber am Ende bleibt das wohl jedem selbst überlassen 😉

Wenn ihr nun ein wenig Inspiration benötigt, in meinem Food-Bereich findet ihr auch ein paar meiner Lieblingsrezepte. Ansonsten kann ich euch die Seite von Hannah von Projekt: Gesund leben oder den YouTube-Channel von KarolinsMoment sehr empfehlen.

Hast du während der Chemo Sport gemacht?

Gerade während der Chemo ist Sport enorm wichtig. Der Körper muss nämlich in Bewegung bleiben. Klar ist man nicht mehr so fit wie früher. Aber um Knochen- und Gelenkschmerzen vorzubeugen und auch einfach generell fürs Gemüt, kann ich jeden nur empfehlen auch während der Chemo regelmäßig Sport zu machen. Ich habe mir beispielsweise eine Yogamatte und einen Stepper für zu Hause angeschafft. Zeitweise bin ich auch ab und an sogar wieder im Fitnessstudio unterwegs. Oft musste ich mich dazu aufraffen, aber das Gefühl danach einfach soo soo gut und genau das probierte ich mir immer wieder vor die Augen zu halten. Gerade auch gegen die enorme Müdigkeit muss man ankämpfen und sich ab und an mal ein wenig mehr aufraffen. Aber Leute, es lohnt sich auf jeden Fall und tut dem Körper unheimlich gut! Versprochen!

Nach dem Sport lasse ich mir meist ein Basenbad ein. Dies hilft nicht nur gegen leichten Muskelkater, sondern auch den Körper zu entsäuern und dem Körper zu entspannen. Ein großes Ziel während der Chemo ist es ja auch immer wieder den ganzen Prozess zu beschleunigen und die „Chemiekeule“ schnell wieder aus dem Körper zu bekommen. Neben ganz viel Trinken sind Schwitzen und regelmäßiger Sport so wie Basenbäder dafür perfekt. Auch meine Ärzte haben mir absolut dazu geraten und ich denke, dass das neben meiner gesunden Ernährung auch ein weiterer Grund ist weshalb ich während der Chemozeit einigermaßen fit bin.

Gerade unter den letzten 3 Chemo-Sitzungen würde ich euch aber von sportlicher Betätigung abraten! Ihr braucht eure Kraftreserven noch. Glaubt mir! Greift hier lieber auf leichte Yoga oder Meditationsübungen zurück. Die tun eurem Körper genauso gut.

Hast du während der Chemo Probleme mit der Haut? Welche Tipps hast du?

Anfangs kamen ein paar kleine Hautunreinheiten zum Vorschein und während der Chemozeit allgemein habe ich sehr mit trockener und empfindlicher Haut zu tun. Das hat mich dazu bewogen immer mehr auf die Inhaltsstoffe in meinen Pflegeprodukten zu achten und meine Pflegeprodukte immer mehr auf Natur- und Apothekenkosmetik umzustellen. Hier nehme ich meist eine sehr reichhaltige Pflege. Eure Haut ist während der Chemozeit überaus empfindlich. Pflegt diese also und versucht auf Pflegeprodukte zu achten die frei von Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Silikonen etc. sind. Sehr zu empfehlen sind die Produkte von Cattier Paris, welche ich während meiner Chemo-Zeit immer genutzt habe.

Auch die Kopfhaut sollte während der Chemo gepflegt werden. So habe ich meine Kopfhaut meist mit Öl gepflegt und so bald die Haare wieder nachgekommen sind habe ich ein natürliches Shampoo von Weleda genutzt. Wichtig ist es die Kopfhaut regelmäßig zu stimulieren. So wachsen die Haare wohl schneller wieder nach 😉

Hast du auch Probleme mit den Schleimhäuten?

Viele, mit denen ich gesprochen habe, haben darüber berichtet, dass sie Probleme mit Mundtrockenheit und Entzündungen im Mund haben. Damit hatte ich erst gegen Ende der Chemo größere Probleme. Hierfür kann ich euch Ölziehen empfehlen. Generell gilt aber Lebensmittel meiden, die die Schleimhäute in Mund und Verdauungstrakt zusätzlich reizen. Die Schleimhäute sind durch die Chemotherapie ohnehin schon angegriffen. Daher sollte man lieber keine Zitrusfrüchte, starke und scharfe Gewürze, stark gesalzenes oder sehr heiße Speisen und Getränke zu sich nehmen. Hierauf lege ich extrem wert. Zudem musste ich feststellen, dass sich der Geschmack eh ein wenig neu orientiert und ich mit Lebensmittel, welche etwas stärker gewürzt sind nicht so gut zu Recht komme.

Seit dem ich mit Paclitaxel angefangen habe musste ich auch immer öfter feststellen, dass ich morgens leichtes Nasenbluten habe. Auch dies ist wohl vollkommen normal und lässt sich zum Beispiel mit Ölen oder beispielsweise auch Bephanten ganz gut behandeln.

Was hilft bei Übelkeit?

Zum einen kriegt ihr ja von eurem Arzt diverse Tabletten gegen die Übelkeit verschrieben. Ich habe zum Beispiel MCP-Tabletten verschrieben bekommen. So bald ihr nur eine leichte Übelkeit verspührt nehmt diese gern sofort ein. Ich habe es anfänglich immer noch probiert hinauszuzögern und kann das eher nicht empfehlen. Zusätzlich hat mir immer frischer Pfefferminztee auch immer sehr gut geholfen. Allgemein sollte immer sehr viel getrunken werden (mindestens 1-2l pro Tag) und darauf sollte man auch die ersten Tage achten. Auch wenn euch schlecht ist und euch nicht unbedingt nach Nahrungsaufnahme ist, bemüht euch auf jeden Fall viel zu trinken!

Zusätzlich kann ich nur, wie schon beschrieben, darauf hinweisen gerade die Tage vor und nach der Chemo immer nur leicht bekömmliche Sachen zu essen. Und ein kleiner Tipp: Esst bestenfalls direkt nach der Chemo nicht euer Lieblingsessen! Alles was ich in meiner Chemoanfangszeit gegessen habe, kann ich mittlerweile nicht mehr sehen 😉

Das Immunsystem ist während der Chemo enorm geschwächt. Was machst du dagegen? Worauf achtest du besonders?

Die Chemo-Therapie ist wirklich sehr aggressiv. Sie tötet nicht nur alle bösen Zellen im Körper, sondern auch alle guten. Ein komplettes Detox-Programm so wie ich es immer nenne. Und dies schwächt natürlich auch das Immunsystem und die Abwehrkräfte enorm! Man hat ein enormes Infektionsrisiko und sollte damit auf jeden Fall auf sein Umfeld achten. Gerade in der Erkältungszeit sollte man öffentliche Plätze und Menschensammlungen meiden. Ich habe zum Beispiel immer Desinfektionsmittel dabei, probiere Bahnfahrten zu meiden und gehe bestenfalls zu Zeiten wo wenig los ist einkaufen.

Auch auf längere Bahnfahrten, Flugreisen und klimatisierte Räume sollte bestenfalls verzichtet werden. Gerade Klimaanlagen sind eine wahre „Virenschleuder“ und trocknen die ohnehin schon strapazierten Schleimhäute aus. Bestenfalls sollte also aufs Reisen verzichtet werden oder ein entsprechender Mundschutz genutzt werden.

Auch auf Verabredungen mit Freundinnen musste ich des Öftern verzichten, weil diese erkältet waren. Man sollte die Chemotherapie nicht auf die leichte Schulter nehmen und lieber immer auf Nummer sicher gehen. Sind eure Blutwerte nicht okay muss die Chemotherapie entweder verschoben werden oder ihr dürft bei ganz viel Pech gleich direkt ins nächste Krankenhaus. Bis jetzt ist mir das nicht passiert. Toi, toi, toi!

Waren deine Blutwerte auch des Öfteren nicht „okay“?

Und auch wenn ich immer auf mein Umfeld und auch auf meine Ernährung geachtet habe, waren auch meine Blutwerte so manchmal nicht ganz okay. Gerade unter den EC-Sitzungen gingen meine Werte in den Keller und so musste am Folgetag der EC-Sitzung immer mit einer Neulasta-Spritze nachgeholfen werden. Zusätzlich habe ich sonst immer regelmäßig Vitamin D zu mir genommen.

Aber habt keine Angst. Bei den Leukozyten ist es vollkommen normal, dass der Wert hier im Laufe der Chemo relativ niedrig ist. Bei mir wurden die Werte meist von mal zu mal niedriger. Gönnt euch also regelmäßig Pausen und hört auf euren Körper und strapaziert diesen nicht unnötig. Ansonsten können wir leider nicht viel dagegen tun.

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Alle Inhalte in diesem Beitrag wurden unter bestem Gewissen zusammengetragen. Ich bin am Ende keine Ärztin, möchte aber hier gern meine persönlichen Erfahrungen mit euch teilen.

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu „Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Chemotherapie

  1. Liebe Caro,

    ich habe gerade deinen Blog entdeckt und das ist natürlich „harte Kost“ als Einstieg. Ich finde fantastisch, dass du darüber so offen schreibst und sehr inspirierend, dass du trotzdem noch so eine positive Einstellung in diesem Post vermittelst.
    Ich bin gespannt, was ich hier noch entdecken werde.
    Alles, alles Gute!

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Caro,

    ich finde es super stark und bewundernswert dass du das so durchziehst und dabei positiv bleibst. Irgendwie ist Krebs für mich (und vermutlich für alle, die nicht direkt davon betroffen sind) etwas sehr unheimliches und beängstigendes. Unter anderem auch, weil es einfach etwas total unbekanntes ist. Kaum jemand erzählt so offen, was eigentlich mit einem passiert und auch unter einer Chemo konnte ich mir bisher nicht wirklich etwas vorstellen.

    Dabei ist es ja nicht total unwahrscheinlich, dass man selbst oder jemand nahestehendes irgendwann einmal damit kämpfen muss. Natürlich bleibt es beängstigend, aber du machst es ein bisschen weniger unheimlich. 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

    Gefällt 1 Person

    1. Ja es ist leider ein Thema mit dem man sich nur ungern konfrontiert! Aber es kann dann doch jeden treffen. Das durfte ich ja nun am eigenen Leibe erfahren. Umso wichtiger ist es mir die Menschen viel mehr um das Thema Krebs aufzuklären und vielen die Angst zu nehmen und es vllt auch ein wenig unheimlicher zu machen 😉 Vielen lieben Dank für dein tolles Feedback liebe Jana 💛

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