Up and Down

Februar Review

„Up and Down“ trifft den Februar wohl ganz gut. Denn diesen Monat durfte ich auf jeden Fall feststellen, dass Chemo eben doch kein Zuckerschlecken ist…

Aber fangen wir einmal mit dem gutem Start in den Februar an. Die 3. Chemo war nämlich in der Tat mega entspannt und bisher wohl wirklich die Chemo, die ich am besten vertragen habe. So langsam hatte ich das Gefühl, dass der Körper sich daran gewöhnt was da gerade alle 3 Wochen so mit ihm passiert.

Dadurch, dass ich gleich Anfang Februar wieder so fit war entschieden wir uns auch für ein verlängertes Wellness Wochenende an der Ostsee. Und ich sag euch das war ein Traum! Einfach mal raus aus den eigenen 4 Wänden, frische Ostseeluft, ein wenig Wellness und einfach mal die Seele baumeln lassen. Das kann ich wirklich nur jedem empfehlen! Ach und das leckere Essen darf ich nicht vergessen. Im ROOF im Bayside Hotel gab es nämlich soo yummy Sushi! Und sehr hoch anzurechnen waren auch die Regenduschen. Ich liiiebe ja Regenduschen und seit dem ich ja so komplett „haarfrei“ auf dem Kopf bin, sind Regenduschen nochmal viel geiler und ein viel größeres Highlight geworden. Das sind dann immer meine kleinen „Me-Momente“, die ich absolut liebe. Ab gesehen davon, wisst ihr was noch ein absolutes Highlight ist? Ich glaube jede Frau kennt morgens den Streß wenn die Haare einfach nocht liegen und man mal wieder ne halbe Stunde länger im Bad braucht um dieses Bad-Hair-Day Problem zu beseitigen. Tadaa dieses Problem habe ich seit 2 Monaten nicht mehr. Make Up rauf, Perücke auf – fertig! Es gibt also auch immerhin seine Vorteile an der ganzen Geschichte! Und Make-Up ist gerade eh meine Lieblingsmedizin! Im nächsten Monat dürft ihr euch deshalb auch auf einen schönen Vorher-Nachher-Look freuen. Seid gespannt 🙂

Nach diesem tollen Wellnesstrip war ich auf jeden Fall wieder tiefenentspannt und einfach wieder mega happy und ausgeglichen. An dem darauf folgendem Wochenende traute ich mich dann sogar auch wieder auf das nächste Bloggerevent und das ganz ohne Probleme. Oft hat man dann ja doch schnell Kreislaufprobleme und muss natürlich auch aufpassen, dass im näheren Umfeld jetzt nicht gerade wer erkältet ist (Desinfektionsmittel ist auf jeden Fall mein neuer bester Freund geworden 😉 ), aber das war alles kein Problem, so dass ich in der anschließenden Woche fit und munter Chemo Nr. 4 starten konnte. Und damit die letzte meiner 4 EC-Chemos! Die 1. Halbzeit wäre danach dann geschafft und der wöchentliche Rhytmus kann losgehen. So langsam geht es voran!

An meinem üblichen Donnerstag startete die Chemo dann wieder. Auch hier schien es bei den üblichen Nebenwirkungen zu bleiben. Müdigkeit, latente Übelkeit, Knochenschmerzen von der Neulasta-Spritze (…). Nach Tag 3 wartete ich dann so langsam darauf, dass sich langsam alles wieder eingroovte und „normalisiere“, aber leider war das ganze Gegenteil der Fall. Ab Sonntag starteten leider etwas unangenehme Magenprobleme (so im Detail möchte ich das hier jetzt nicht ausführen 😉 ). Fakt war aber, dass leider keinerlei Essen, welches ich zu mir nahm in meinem Magen bleiben wollte 😦 Also gings am Montag direkt nochmal zum Arzt. Hier konnte man die Ursache leider auch nicht konkret feststellen, aber immerhin wurden mir ein paar Medikamente verschrieben, die mit den nächsten Tagen dann immerhin ein wenig halfen. Das einzige was ich in den Tagen einigermaßen gut zu mir nehmen konnte waren Haferschleim, Laugenstangen und Zwieback. Das sich das natürlich wieder auf mein Gewicht ausübte war klar. Gegen Ende der Woche konnte ich dann so langsam wieder normal essen, mein Gewicht war aber an einem Tiefpunkt und ich körperlich und nervlich langsam so wirklich am Ende. So langsam merkte ich, dass die Chemo doch nicht komplett spurlos an mir vorbeiging. Der Körper ist schwach und mega leicht angreifbar und auch das Energielevel wird von mal zu mal weniger. Das geht dann zum Teil natürlich auch an die Psyche. Manchmal fühle ich mich wie eine alte zerbrechliche Frau.

„Darf ich einen neuen Körper haben? Ich bin mit meinem gerade nicht so zufrieden!“

Nachdem ich mich übers Wochenende dann doch wieder einigermaßen aufgepäppelt hatte, konnte ich mich glücklicherweise wieder auf den Montag freuen! An diesem Montag fand nämlich mein weiteres Highlight im Februar statt – mein Fotoshooting für Dening Hair. Dening Hair ist ein Spezialist für Zweithaar. So ist z.B. meine blonde Perücke aus deren Belle Madame Kollektion 😉 Da ich also bereits großer Fan derer Perücken war, freute ich mich um so mehr als sie Shootinganfrage kam. Und genau dieser Tag tat einfach mal wieder richtig gut. Ein wenig Alltag, ein wenig Arbeit und am Set hatten wir auf jeden Fall wahnsinnig viel Spaß. Und wann hat man sonst mal die Möglichkeit in mehrere Persönlichkeiten zu schlüpfen und die verschiedensten Frisuren zu probieren?! Die Ergebnisse werdet ihr dann spätestens im Sommer auf deren Seite und in derem Katalog begutachten können. Viele von euch konnten ja aber schon einen ersten Einblick in meiner Instastorie erhaschen. Vielen Dank an dieser Stelle auch noch einmal für das gigantische Feedback!

Die letzten Tage im Februar ging es dann wieder in den normalen Homeoffice-Arbeitsalltag zurück und so langsam wurde ich wieder peu a peu etwas fitter. Die Ablenkung tat da auf jeden Fall gut! So ganz erholt hatte ich mich dann aber doch noch nicht. So ein wenig hatte ich noch an der letzten Chemo zu nagen… Um so gespannter bin schon jetzt auf den wöchentlichen Chemo-Rhytmus ab dem 08.03.!

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