Nachsorgeuntersuchungen und endlich Urlaub

Dezember Review

Dezember, der Monat der Nachsorgeuntersuchungen. Und da wird einem gleich wieder ganz flau im Magen. Hatte ich gerade noch eine richtig schöne Zeit in Salzburg bei der Family meines Freundes, klingelt da schon wieder die schöne Realität an der Haustür. Je näher die Nachsorgeuntersuchungen kommen, desto nervöser wird man und auch der Hypochonder kommt wieder in einem durch. Da denkt man bei jeder Kleinigkeit, der Krebs sei zurück. Da ist ein Pickel am Kopf nicht mehr nur ein Pickel, sondern eine Vorstufe eines Hirntumors, Bauchschmerzen sind ganz sicher ein Magengeschwür oder Magenmetastasen und Husten deutet auf einen Lungentumor hin. Man macht sich schlichtweg selbst kaputt und ganz irre. So hatte ich beispielsweise während meines Salzburg Aufenthalts  immer leichte Kopfweh, mir war etwas schwindelig und ich war einfach mega schlapp. Der erste Gedanke: Der Krebs ist zurück. Nachdem mir die anderen dann aber ein Glück erzählten, dass es ihnen da ganz ähnlich ging und das ganz sicher mit den Höhenunterschieden und dem Wetter zusammen hängt, war ich erst einmal beruhigt.

Angekommen zu Hause habe ich mir noch einmal meine letzte Auswertung der Blutwerte im November zusammengesucht und auch hier noch einmal alle Werte genauestes analysiert um mich so kurz vor den Nachsorgeuntersuchungen ein wenig zu beruhigen. Und tadaaa auf Grund meiner guten Ernährung sind all meine Blutwerte wirklich top und so ging ich ein wenig entspannter in die Nachsorgetermine.

Die erste Nachsorgeuntersuchung, die anstand war das Kontroll-MRT + Ultraschall. Entwarnung! Keine Krebszellen sind mehr in den Brüsten zu entdecken und alles schaut gut aus. Aufatmen! Lediglich die leichtgradige Kapselfibrose machte mir ein bisschen Sorgen, denn genau davor hatte ich Angst. Eine ausgedehnte Kapselfibrose würde vermutlich nämlich noch einmal eine weitere OP heißen und der Arzt hat mir schon damals gesagt, dass er mir nicht garantieren kann, dass wir noch einmal neue Implantate einsetzen können. Deshalb heißt es jetzt Abwarten und das ganze Beobachten. Nichts desto trotz habe ich mir hier in der darauffolgenden Woche direkt noch einmal einen Termin für eine Zweitmeinung bei meinen Chirurgen geholt. Dieser gab mir ein Glück Entwarnung und war auch ganz positiv davon überrascht, wie gut meine Haut auf die Bestrahlung reagiert hatte. Allerdings hatte er mir nun aber auch noch einmal zu einem Wechsel der Implantate in 5 Jahren geraten. Also schauen wir mal. Zudem habe ich direkt Ende Januar einen Termin zur Entnahme des Ports gemacht. Auch wenn er mich nicht mehr aktiv stört, benötige ich ihn ja nun nicht mehr und möchte ihn wieder heraus operiert haben. Mal schauen ob ich ihn als kleines Andenken behalte 😉😄

Ansonsten ist nun erst einmal halbjährlich ein Ultraschall der Brust geplant und einmal im Jahr ein MRT. Ende des Jahres habe ich dann auch noch einmal einen Kontrolltermin bei der Bestrahlung direkt. Verläuft das hier bei euch ähnlich oder wie sind eure Empfehlungen nach der Behandlung gewesen? Schreibt mir das doch sehr gern in die Kommentare. Ich bin da ganz neugierig 😉

Nach all den Nachsorgeterminen konnte ich mich nun aber auch endlich auf den wohl verdienten Urlaub konzentrieren. Nach diesem Jahr hatte ich mir eine große Reise weit weg gewünscht und so flogen mein Freund und ich über Weihnachten mit meinen Eltern ins wunderschöne Vietnam. Leider verlief die Anreise alles andere als geplant und wir brauchten 2 Tage nach Vietnam mit einem Zwischenstopp in Paris. Auf Grund schlechter Wetterbedingungen fiel nämlich unser eigentlicher Flug in Frankfurt aus und wir wurden über Paris umgeleitet. Dort angekommen erklärte man uns dann aber, dass die Plätze im Anschlussflug für uns nur reserviert und nicht gebucht worden seien. So starteten wir unseren ersten richtigen Urlaubstag mit einem Tag am Pariser Flughafen und kamen am Ende auch erst am nächsten Tag wieder weiter.

Angekommen in Vietnam war die schreckliche Anreise aber bereits schon nach ein paar Tagen so gut wie vergessen. Das Hotel war einfach traumhaft und wir hatten die ersten Tage absolutes Glück mit dem Wetter. Meist war es sonnig und leicht bewölkt und das war perfekt für mich, denn in die direkte Sonne sollte ich nach der Bestrahlung ja eh erst einmal nicht und war hier lieber etwas übervorsichtig. Nur gegen Ende des Aufenthalts kam dann doch die Regenzeit durch und es regnete 3 Tage durch. Lediglich an meinem Geburtstag und damit auch an unserem Abreisetag kam noch einmal die Sonne durch. Na das passte doch! Und wenn ihr noch ein paar Eindrücke von unserem Urlaub erhalten möchtet, dann schaut am besten einmal auf meinem Instagramaccount vorbei 😉

Silvester hatten wir dann in kleiner Runde in Hamburg gefeiert, waren aber noch sichtlich platt von der langen Anreise. Deshalb war die Motivation dieses Jahr nicht soo groß zu Feiern. Trotzdem war es mir wichtig all meine Mädels noch einmal wiederzusehen, denn jetzt geht es für mich ja erst einmal für 3 Wochen in die Rehaklinik nach Kassel und damit kann ich gleich einmal mit guten Vorsätzen in das neue Jahr starten. Ziel der Reha sind nämlich vor allem schnell wieder fit zu werden und kleine Defizite wie meine Knie- und leichten Gelenkprobleme zu beheben so wie ein paar weitere Denkanstöße für die Ernährung zu erhalten. Die Habichtswaldklinik in Kassel konzentriert sich hier auf ganzheitliche und Naturmedizin und ich bin auf jeden Fall schon ganz gespannt mit welchen Erkenntnissen ich die Klinik verlassen werde.

 

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