Jahresreview 2018 – 1 Jahr Krebstherapie

Mein Jahr 2018? Puuuuh!

Ich habe lange darüber nachgedacht euch ausführlich darüber zu berichten und zu erzählen wie mein letztes Jahr so wirklich war. Aber ich glaube, dass würde hier jeglichen Rahmen springen. Ich könnte euch von meinen 16 Chemositzungen erzählen, die ein halbes Jahr eingenommen haben, von meinen 4 OPs, den insgesamt 8 Eingriffen so wie den 6 verschiedenen Narben, die mich für ewig an das geschehene erinnern werden oder von den etlichen Krankenhaus- und Arztbesuchen, von meinen Tiefpunkten und Höhepunkten in der dieser Zeit, dem Gefühlschaos oder von der Todesangst, die ich hatte. Ich könnte hier ewig so weitermachen. Zum einen möchte ich hier aber keine dramatische und mitleidserregende Krebs-Storie veröffentlichen. Das bin ich nicht! Und zum anderen wage ich zu bezweifeln, dass ihr die vielen Seiten wirklich lesen möchtet. Wenn doch fühlt euch herzlich dazu eingeladen mein monatliches Tagebuch zu lesen 😉 Aber natürlich konnte ich auch hier nicht bis in jegliches kleinste Detail ausschweifen und für vieles brauchte ich auch erst ein paar Wochen und manchmal auch Monate um das erlebte zu verarbeiten und nun möchte ich mit diesem Kapitel auch irgendwann einmal abschließen!

So habe ich mir gedacht ich gebe euch zum Abschluss des Jahres noch einmal einen ehrlichen und realistischen Einblick, ohne die perfekt inszenierten Instagram-Bilder. Deshalb habe ich ein paar aussagekräftige Bilder und prägende Ereignisse aus dem letzten Jahr und den letzten Monaten herausgesucht. Meistens Handybilder, die einmal nebenbei geschossen worden sind, mal mit Filter, mal komplett ungeschminkt und alle ehrlich und ungestellt! Eben einfach so wie es wirklich war in meinem kompletten letzten Jahr mit dem Krebs in mir!

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Am 14.12.2017 ging es los und es startete die erste Chemo-Therapie.
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Kurz darauf ließ ich mich in einem Perückenstudio beraten…
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…und traf die Entscheidung, dass meine Haare bevor sie ausfallen würden, ab mussten!
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Erstaunlicherweise war ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
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Trotzdem traute ich mich zu meinem 30. Geburtstag nicht ohne meine neue Perücke aus dem Haus.
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Und dann kam auch mein erster offizieller Instagrampost dazu online. Hier seht ihr das Vorher-Bild…
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und dann folgte dieses Nachher-Bild.
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Ein paar Tage später folgte dann auch Chemo 2. Ich ließ mich aber nicht unterkriegen. Der Slogan „Hakuna Matata“ begleitete mich während der Therapie.
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Den Tag nach der Chemo hatte ich meist immer übelste Hitzewallungen.
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Und dann fühlte ich mich einfach …
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Ein paar Tage nach der 2. Chemo fielen dann in der Tat wirklich alle Haare aus.
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Von Tag zu Tag wurden sie weniger.
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Aber mit Perücke und Make-Up geht doch alles, oder?
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Nach ein paar Wochen sah ich so aus.
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Nochmal zum Vergleich mit Make Up
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… und Perücke 😉
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Die 3. Chemo-Sitzung machte mir dann aber ordentlich zu schaffen.
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Mein Magen rebellierte und ich war nur noch Haut und Knochen und hatte keinerlei Energie mehr.
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Da half nur schlafen!
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Aber wenigstens kamen unter den Paclitaxel-Sitzungen dann die Haare so langsam wieder.
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Den Verlust der Augenbrauen konnte ich mit 3D Brows ausgleichen.
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Und die Stimmung wurde wieder besser!
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Ich traute mich sogar das erste mal ohne Perücke aus dem Haus.
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Auch wenn ich so langsam an den dunkelbraunen Haaren Gefallen gefunden hatte.
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Dafür verlor ich nun all meine Wimpern und probierte sie mit Fake Lashes aufzufüllen.
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Der Verlust der Wimpern und Augenbrauenwar wohl das schlimmste für mich. Ich sah einfach schlimm aus.
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Ich fühlte mich schrecklich und sah eben einfach nur „krebskrank“ aus.
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Deshalb versteckte ich mich lieber im Bett,
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gönnte mir ein Wellness-Wochenende mit meinem Freund
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oder traf mich mit anderen Gleichgesinnten wie Paula 🙂
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Nachdem die Haare immer mehr wieder kamen, beschloss ich das erste Babyhaar wieder abzurasieren.
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Und war auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
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Ich war auch die ersten Male wieder beim Sport. Aber zuerst immer noch mit Cap.
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Und dann kam die große OP nach der Chemo.
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Beidseitige Mastektomie + Lymphknotenentfernung. Die OP war echt nicht ohne und ich musste einige Tage im Krankenhaus verbringen
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Ich war froh als ich es wieder aus dem Bett schaffte. Anfangs noch mit Drainagen.
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Dann wurde ich endlich entlassen und nur 1 Tag nach Entlassung aus dem Krankenhaus fand ich mich leider wieder in der Notaufnahme wieder.
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Der Schock, dass noch Krebszellen überlebt hatten saß zu tief und mein Immunsystem versagte völlig. Wir verbrachten den kompletten Abend in der Notaufnahme. Am nächsten Tag gab es dann Antiobitikum für mich.
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Und es folgten einige weitere Arzttermine,
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die regelmäßige Einnahme von Tamoxifen,
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die monatliche Zoladex-Spritze
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und im August fand ich mich dann für meine letzte Operation im Krankenhaus wieder.
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Dann gings bergaufwärts. Das wurde mit meinem ersten richtigen Friseurbesuch gefeiert.
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Einer meiner Highlights war wohl der Dreamball 2018 der DKMS Life, auf den ich zusammen mit Marlene und Raliza durfte.
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und durfte nicht nur mit den beiden Mädels und Barbara Schöneberger zusammen singen, sondern durfte auch ein Inteview geben und meine Geschichte erzählen.
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Es folgte mein erstes großes Interview in der &you.
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Im Oktober startete dann meine 1. Bestrahlung. Hier seht ihr die Schutzfolie und die Bestrahlungsmarkierungen.
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Und hier verbrachte ich dann jeden Tag.
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Aber immerhin wuchsen meine Haare immer mehr..
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… und mehr!
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Ach und auch die Wimpern waren schon längst wieder lang und voll da.
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Und dann endlich das Ende der Bestrahlung und somit das Behandlungsende.
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Es folgten nur noch die einzelnen Nachsorgeuntersuchungen.
Und nun sitze ich hier in Vietnam und lebe das Leben und freue mich auf ein hoffentlich sorgenfreies 2019!
Und nun sitze ich hier in Vietnam und lebe das Leben und freue mich auf ein hoffentlich sorgenfreies 2019!

Auf das 2019 ein besseres und erfolgreicheres Jahr wird. Ein Jahr in dem ich bewusst leben werde, jeden einzelnen Moment genießen und ganz viel reisen und die Welt erkunden möchte.

Rutscht alle gut ins neue Jahr, lasst euer Jahr noch einmal Revue passieren und verinnerlicht zum Beispiel noch einmal wie zufrieden ihr mit euch und dem was ihr geschafft habt, sein könnt. Freut euch über eure Gesundheit, die Gesundheit eurer Freunde und Familie und lasst euch nicht wegen irgendwelcher Kleinigkeiten ärgern. Lebt und genießt jede Minute eure Lebens in vollen Zügen.

Alles Liebe

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3 Kommentare zu „Jahresreview 2018 – 1 Jahr Krebstherapie

  1. Meine Liebe…
    mir fehlen die Worte…
    Eins lass dir aber sagen: DU bist eine so starke und wundervolle Frau und ich habe höchsten Respekt vor Dir, dass du so offen mit deiner Krankheit umgehst!!!
    Du bist das beste Beispiel für alle Frauen dieser Welt.

    Deshalb doch noch ein Wort: DANKE

    Ganz liebe Grüße,
    Anette

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