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Auf einen Kaffee mit meinem jüngeren Ich…

Auf einen Kaffee mit meinem Jüngeren Ich

Stell dir vor du könntest dein Jüngeres Ich treffen… Was würdest du diesem raten?

Genau dazu habe ich mir einmal Gedanken gemacht und meien Geschichte nierdergeschrieben.

Und gern darfst auch du mir in den Kommentaren verraten, was du deinem Zukunfts-Ich geraten hättest.


Auf einen Kaffee mit meinem jüngeren Ich…

Es war ein sonniger Nachmittag, als ich plötzlich eine vertraute Silhouette in der Ferne entdeckte. Sie saß auf einer Bank, den Blick in den Horizont gerichtet, mit einer Tasse Caramel Macchiato in der Hand. Ihre langen, hellblonden Haare wehten sanft im Wind. Es war sie – mein jüngeres Ich. Sie war in ihren Zwanzigern, eine schüchterne, aber ehrgeizige junge Frau, die sich stets bemüht, die Erwartungen zu erfüllen. In ihren Augen lag ein funkelndes Streben nach Erfolg, nach Anerkennung, nach einem Leben, das sie sich in der hektischen Werbe-Welt aufbaute.

Ich setzte mich neben sie und sah, wie sie mit einem Lächeln auf ihre Tasse starrte, als ob sie sich den nächsten Schritt in ihrer Karriere genau ausmalte. Die junge Frau, die ich einst war, trank ihren Caramel Macchiato – süß, kräftig und energisch, genauso wie sie sich damals fühlte. Ihr Outfit war perfekt, ihr Blick klar, immer auf der Jagd nach dem nächsten großen Erfolg. Doch schaute man näher hin, sah man auch all die Unsicherheiten in ihrem Blick und die Last auf ihren Schultern. Sie beobachtete, verglich sich, in ihrem Kopf ratterte es. Während sie sich auf die geschäftigen Straßen und die Menschen in der Stadt konzentrierte, hatte sie wenig Zeit für sich selbst. Sie hatte Ziele, jede Menge Ziele. Immer unterwegs, immer arbeitsam. Aber sie hatte kaum Zeit, wirklich mal innezuhalten, zu atmen…

Ich nahm einen Schluck aus meiner eigenen Tasse – einen Matcha, grün, erfrischend, beruhigend. Ein kleiner Moment der Stille, ein Kontrast zu ihrer hektischen Energie.

Ich spürte eine sanfte Welle von Mitgefühl für sie und ging lamgsam auf sie zu, setze mich neben sie.

„Du weißt, du wirst dein Leben noch komplett verändern“, sagte ich schließlich. Sie drehte sich überrascht zu mir, ein wenig irritiert, dass jemand so vertraut mit ihr sprach. Sie war erst skeptisch, wollte sich sofort wieder abwenden, doch ihre ununterbrochene Neugierde siegte.

„Was meinst du?“, fragte sie mit einem skeptischen Lächeln.

„Du wirst einen Kampf durchstehen, den du dir nie hättest vorstellen können. Du wirst an jegliche Grenzen kommen. Psychisch und körperlich. Du wirst lernen, was es wirklich bedeutet, sich selbst zu lieben und dich zu schätzen. Du wirst nicht nur dein Leben positiv ändern, sondern ja auch das zahlreicher weiterer Menschen. Denn eines Tages wirst du eine Brustkrebserkrankung durchmachen, und sie wird dir zeigen, wie zerbrechlich das Leben, aber auch wie wertvoll das Leben und vor allem deine Gesundheit ist.“

Ich sah, wie ihr Gesicht für einen Moment ernster wurde. Ihre Augen, die sonst voller Ehrgeiz und Entschlossenheit funkelten, schienen jetzt für einen Augenblick verwirrt.

„Du wirst lernen, was es heißt, nicht nur zu funktionieren, sondern wirklich zu leben“, fuhr ich fort. „Du wirst feststellen, dass es nicht nur darum geht, zu arbeiten, Anerkennung zu bekommen oder der Welt zu beweisen, was du alles erreichen kannst. Du wirst lernen, deinen Körper zu achten, ihm zu vertrauen, und du wirst anfangen, dich wirklich gesund zu ernähren und viel zu Hause kochen – frische, natürliche Lebensmittel, die dir Energie und Lebensfreude geben.“

„Gesunde Ernährung? Kochen? Ich?“, lachte sie ein wenig und blickte skeptisch auf ihren Caramel Macchiato. „Das klingt nach Einschränkungen und viel zu viel Aufwand, für den ich nicht die Zeit habe.“

„Du wirst es lieben. Es wird zu einem Teil von dir. Du wirst z.B. auch Yoga in dein Leben integrieren – nicht nur als körperliche Praxis, sondern als eine Methode, deinen Geist zu beruhigen und zu heilen. Du wirst dir regelmäßig Zeit für dich nehmen, um deinen Körper wirklich zu spüren.

Sie zog eine Augenbraue hoch und belächelte das Ganze. „Yoga? Die Ruhe habe ich nicht weg. Ich gehe doch viel lieber Joggen um meinen Stress zu kompensieren und den Kopf frei zu bekommen.“ Ihre Stimme war eine Mischung aus Neugierde und einem Hauch von Skepsis.

„Ja, du wirst es lieben. Du wirst den Ruhepol finden, den du nie gesucht hast. Und du wirst die Natur lieben – die frische Luft, das Gefühl, auf den Wiesen zu stehen oder durch Wälder zu spazieren. Du wirst das Großstadt- & Partyleben hinter dir lassen und die Stille suchen und sie finden, weil du weißt, dass sie dir den nötigen Ausgleich schenkt und dir hilft, dich wieder in die richtige Balance zu bringen und mit dir selbst zu verbinden.“

Sie starrte auf ihren Macchiato, als ob sie plötzlich etwas über ihren eigenen Lebensweg nachdachte. Es war, als könnte sie sich nicht ganz vorstellen, wie es sich anfühlen würde, die hektischen Tage hinter sich zu lassen.

„Und die Anerkennung?“, fragte sie vorsichtig. „Wird sie nicht immer noch wichtig sein?“

„Anerkennung wird immer ein Teil von dir sein“, sagte ich sanft. „Aber du wirst lernen, dass wahre Anerkennung aus dem Inneren kommt. Du wirst erkennen, dass du genug bist, genau so, wie du bist, unabhängig von deinem Job, deinem Status oder deiner Leistung. Du wirst aufhören, dich mit anderen zu vergleichen, das tun, was dich wirklich glücklich macht und du selbst sein und andere Menschen sogar genau damit inspirieren und helfen.”

Sie nickte langsam, als ob sie die Worte zum ersten Mal wirklich verstand. „Das klingt… befreiend!“

„Es wird nicht immer einfach sein“, fügte ich hinzu, „aber es wird sich lohnen! Du wirst lernen, was es heißt, in Einklang mit dir selbst zu leben, statt immer nur gegen den Strom zu schwimmen. Du wirst lernen Grenzen zu setzen! Du wirst lernen auch einmal Pausen zu machen und sehen wie gut dir diese tun!

Du wirst lernen auf deinen Körper zu hören und mit ihm zusammenzuarbeiten! Du wirst dankbarer werden, wertschätzender gegenüber deinen Mitmenschen. Du wirst merken, dass du nichts beweisen musst, außer dir selbst, wer du wirklich bist. Und du wirst großartige Dinge kreieren und dir deine Träume erfüllen.“

Ihre blauen Augen fingen an zu strahlen. Sie setze kurz an um etwas sagen… Doch stattdessen folgte Schweigen. Sie denkt nach über meine Worte der Brustkrebserkrankung. Ich sehe die Angst in ihrem Blick und Unsicherheit. Ihre Augen verengen sich nachdenklich. „Aber eins steht fest. Ich muss mein Leben ändern, oder?“

„Ja, du musst“, sagte ich leise. „Und du wirst es tun. Du wirst alles für ein gesundes Leben tun. Du wirst dein Leben ändern, um gesund zu bleiben, nicht nur für dich, sondern auch für die Menschen, die du liebst. Und es werden noch so wunderbare Menschen in dein Leben treten, die dir genau bei diesem Weg helfen werden. Glaub mir und habe Geduld!“

Sie blickte auf ihren Macchiato, dann in die Ferne, als würde sie den ersten Schritt in eine neue Zukunft sehen. „Ich werde alles tun“, sagte sie schließlich, ihre Stimme fest. „Ich möchte glücklich sein! Ich möchte leben, also wirklich leben! Und ich werde für meine Gesundheit kämpfen und alles Nötige ändern, um gesund zu bleiben.“

Mit einem entschlossenen Lächeln stand sie auf. Die junge Frau, die ich einmal war, war nun bereit, ihr Leben zu verändern – für ihre Gesundheit, für ihre Zukunft, für ihr persönliches Glück.

Und ich wusste, dass sie auf dem besten Weg war, ein Leben zu führen, das sie nie für möglich gehalten hätte…

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